Antragswerkstatt im Barcamp-Format stärkt migrantische und zivilgesellschaftliche Organisationen Wie wird aus einer ersten Idee ein überzeugendes Projekt? Welche Ziele sind realistisch, woran lässt sich ihre Erreichung messen und wie entsteht daraus ein Antrag, der auch aus Sicht eines Fördermittelgebers schlüssig ist? Mit diesen Fragen beschäftigten sich zehn migrantische und zivilgesellschaftliche Organisationen am 9. Mai 2026 bei einer gemeinsamen Antragswerkstatt von Coach e. V. und Migrafrica gGmbH im Rahmen des House of Resources Köln. Das Besondere an der Veranstaltung war ihr Barcamp-Charakter. Statt alle Teilnehmenden durch ein einheitliches Programm zu führen, orientierte sich die Werkstatt an den unterschiedlichen Ausgangslagen der Vereine. Einige Organisationen kamen bereits mit konkreten Projektideen, andere standen noch ganz am Anfang. Entsprechend konnten sie zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen wechseln und genau dort einsteigen, wo ihre Unterstützung am dringendsten benötigt wurde: bei der Ideenentwicklung, der Wirkungslogik, der Finanzplanung, der Formulierung messbarer Ziele oder der Vorbereitung eines konkreten Förderantrags. Ausgangspunkt war zunächst der Blick auf die eigene Organisation. Welche Mission verfolgt der Verein? Welche Erfahrungen, Kompetenzen und Netzwerke sind bereits vorhanden? Welche Zielgruppen werden erreicht, und welches Projekt passt tatsächlich zu den eigenen Strukturen und Handlungsmöglichkeiten? Diese Selbstvergewisserung war ein zentraler Bestandteil der Werkstatt. Denn erfolgreiche Fördermittelakquise beginnt nicht mit dem Ausfüllen eines Formulars,