Räume schaffen, Perspektiven stärken: Neue Mikroprojekte 2026
Das House of Resources Köln freut sich, auch 2026 wieder vielfältige Mikroprojekte aus der Kölner Stadtgesellschaft unterstützen zu können. Möglich wird dies durch die Förderung des Bundesministeriums des Innern (BMI) sowie der Aktion Neue Nachbarn.
Die geförderten Projekte zeigen, wie vielfältig, kreativ und wirkungsvoll das Engagement von Vereinen, Organisationen, Kollektiven und Initiativen in Köln ist. Sie schaffen Räume für Begegnung, Empowerment, kulturelle Teilhabe, Bildung, Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Im Mittelpunkt stehen Perspektiven, Erfahrungen und Ressourcen von Menschen und Communitys, die Rassismus, Antiziganismus, Queerfeindlichkeit, Sexismus, Klassismus oder weitere Formen von Diskriminierung und gesellschaftlichen Barrieren erfahren. Viele der Projekte setzen sich mit diesen Verhältnissen auseinander, schaffen stärkende Räume und entwickeln eigene Formate aus den Communitys heraus.
Die geförderten Mikroprojekte
Naso Anna – Gemeinsam stark
Das Projekt schafft einen Raum für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung, in dem Austausch, gegenseitige Unterstützung, soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt stehen.
deepower e.V. – „Starke Bilder, starke Stimmen“
Im Rahmen des Afrika Film Festivals organisiert deepower e.V. kostenfreie Filmvorführungen afrikanischer Regisseur*innen in Köln-Kalk sowie anschließende Empowerment-Workshops. Das Projekt macht vielfältige Perspektiven afrikanischer Filmschaffender sichtbar und lädt zur Auseinandersetzung mit Bildern, Repräsentation und Zugehörigkeit ein.
Colognia Zatoon – „Sobhiyye“
Das Kollektiv Colognia Zatoon gestaltet einen offenen Begegnungsraum für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, insbesondere mit Bezügen zur SWANA-Region. Musik, Kunst, Fotografie und gemeinsames Essen eröffnen Möglichkeiten für Austausch, Sichtbarkeit, Vernetzung und Community-Aufbau.
EU-ROM e.V. – „Das Roma-Museum“
Mit einer Pop-up-Ausstellung und begleitenden Dialogformaten vermittelt EU-ROM e.V. Wissen über Geschichte, Kultur und Gegenwart von Rom*nja. Das Projekt macht Perspektiven sichtbar, die im öffentlichen Raum häufig zu wenig vorkommen, und setzt sich mit Antiziganismus, Ausgrenzung und Erinnerungskultur auseinander.
Amoyta – „Reframe! Gegenbilder stärken“
Der Workshop lädt dazu ein, stereotype und rassistische Afrikabilder kritisch zu reflektieren. Durch Dialogformate, kreative Mitmachaktionen und künstlerische Beiträge entstehen Räume für Empowerment, Perspektivwechsel und selbstbestimmte Repräsentationen.
B.R.A.V.E. – Empowermenträume für afrodiasporische FLINTA
Die Initiative B.R.A.V.E. entwickelt niedrigschwellige Empowerment- und Beteiligungsräume für afrodiasporische FLINTA in Köln und Umgebung. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Vernetzung, Awareness, Community-Aufbau und intersektionale Perspektiven.
Black & Queer NRW – „Zwischenräume: Schwarze queere Generationen im Dialog“
Das Projekt bringt Schwarze queere Menschen verschiedener Generationen miteinander in Austausch. Ziel ist es, Erfahrungen, Perspektiven und Zukunftsvorstellungen sichtbar zu machen, gegenseitige Unterstützung zu stärken und Community-Zusammenhalt zu fördern.
Anar Academy e.V. – „Wo wir ankommen – Geschichten aus der Diaspora“
Die Veranstaltung macht Perspektiven aus der afghanischen Diaspora sichtbar. Persönliche Geschichten, ein Podiumsgespräch, kulturelle Beiträge und Begegnungsformate schaffen Raum für Dialog, demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Anerkennung.
Selbstorganisation stärken, rassismuskritische Räume ermöglichen
Die Mikroprojekte zeigen, wie wichtig Räume für Austausch, Bildung, Kultur, Empowerment und gemeinsames Handeln sind. Sie stärken Menschen und Communitys, die sich gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen positionieren, eigene Perspektiven sichtbar machen und Räume für Teilhabe, Solidarität und Begegnung schaffen.
Als House of Resources Köln freuen wir uns, diese Vereine, Organisationen, Kollektive und Initiativen begleiten und unterstützen zu dürfen. Wir danken dem Bundesministerium des Innern und der Aktion Neue Nachbarn für die Förderung, die diese Projekte möglich macht.
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für eine offene, solidarische und diskriminierungskritische Stadtgesellschaft in Köln.